Schicksal von Josef Siegfried Ramsauer 1916-1944

Schicksal von Josef Siegfried Ramsauer 1916-1944

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ThomasPulver

MILITÄRDIENST:

Erstmalig einberufen am 10.11.1939 zur 3.Batterie des Artillerie-Regiments 157.

Die erste Erkennungsmarke war 55-3.A.R.157

Ab 21.4.1941 kam er zur 1. Batterie der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 157 am Standort München.

Am 27.5.1941 wurde er mit dem Vermerk -unabkömmlich- entlassen.

Wiedereinberufung am 18.5.1943

Seine letzte Erkennungsmarke war 727-1.Stamm Battr.Art.Ers.Abt.27, ab 18.05.1943.

Am 25.5.1943 war er zur Behandlung einer Angina im Reservelazarett Augsburg.

Am 24.10.1943 zur Marschbatterie leichte Artillerie-Ersatz-Abteilung 27 mit Standort Augsburg.

TOD:

Der Gefreite Josef Siegfried Ramsauer (Feldpostennr. 32626B) wurde nach den Gefechten bei Tscherkassy am 17.2.1944 vermisst und am 31.12.1945 amtlich für Tod erklärt.

(die Fpn. 32626 war vom 1.3.1942 - 17.11.1944 zugeteilt für Artillerie Regiment 332 I.Abteilung Stab I A 1.Batterie B 2.Batterie C 3.Batterie D. )

Im Spätsommer 1943 wurden die I. und II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 332 in das Artillerie-Regiment 157 eingegliedert.

Kommandeur der I. Abteilung war Hauptmann Ludwig Heß (1944/45), Regimentskommandeur war Oberst v. Biehler.

Das Artillerie-Regiment 157 war der 57. Infanterie-Division unterstellt.

Im Januar 1944 gehörte die Division zur Heeresgruppe Süd, 8.Armee, XI Korps

Divisionskommandeur war von 19. September 1943 bis 7. Juli 1944 Generalmajor Adolf Trowitz.

BESTATTUNG:

Laut Deutscher Kriegsgräberfürsorge Vermisst bei:

Boguschkowa/Irklejew/Krapiwna/Krutki/Samowitzy/Solotonoscha Fluß/Tscherkassy/

Sein Name wird auf dem Denkmal der Gefallenen auf dem Friedhof von Babenhausen als vermisst geführt.

HISTORISCHES:

Im Sommer 1942 stieß die 57. ID bis zum Don vor, bis sie dann später den Brückenkopf Woronesch gegen sowjetische Gegenoffensiven halten musste. Die Abwehrkämpfe zwischen Don, Oskol und Woronesch hielten im Frühjahr 1943 an, bis der Druck der Roten Armee zu groß wurde und sich die 57. ID nach Sumy absetzen musste. Von Juli bis August 1943 kam es zu erneuten Abwehrkämpfen bei Belgorod und dem Rückzug an den Dnepr südlich von Kiew bis nach Tscherkassy. Dabei wurden Überlebende der 255. Infanterie-Division aufgenommen. Am 28.01.1944 werden am Westufer des Dnjepr bei Tscherkassy 50 000 deutsche Soldaten eingekesselt. Im Februar 1944 findet hier ein erbarmungsloser Stellungskrieg statt.

Am 9. Februar 1944 war die 57. ID zusammen mit der 72. ID und Resten der 389. ID an einer Frontschließung beteiligt. Daraus ergab sich der Kessel von Tscherkassy mit dem zentralen Feldflugplatz bei Korsun. Gegen den Befehl Hitlers beginnt auf Anweisung von Generalfeldmarschall Manstein am 17.02.1944 der Ausbruch der deutschen Truppen aus dem Kessel . Von den 50.000 Soldaten gelingt 30.000 der Durchbruch nach Westen.

Bei dem Ausbruch der eingeschlossenen Divisionen Richtung Lissjanka war die 57. ID als Nachhut östlich der Brigade Wallonie eingeteilt. Zentrum eines letzten Frontbogens war das Dorf Schanderowka, das mit zurückgelassenem schweren Kriegsgerät und hunderten Verletzten überfüllt war. Am 18. Februar 1944 geriet ein großer Teil der Mannschaft, nur leicht bewaffnet und in kniehohem Schnee und somit aussichtsloser Lage, bei Schanderowka in russische Kriegsgefangenschaft und wurde etwa nach Stalino verbracht. Der andere Teil konnte mit dem Gros der eingeschlossenen Verbände Richtung Südwesten entkommen. Dabei verfehlten sie jedoch die an dem Fluss Gniloi Tikitsch wartende Panzerspitze der 1. Panzerdivision. Der Fluss war nicht zugefroren, so dass das Überqueren weitere Opfer forderte. Der Auffangraum war Moledetzkoje, 20 km. nordöstlich von Uman. Im April 1944 musste der Rückzug in Richtung Orscha und Mogilew befohlen werden. Die Rückzugbewegung gipfelte in der Schlacht um Rogatschew. Die 57. ID ging während der sowjetischen Operation Bagration in der Beresina bei Bobruisk im Sommer 1944 unter und wurde vollständig vernichtet.