Falls Sie das Wiki nicht bearbeiten können, nachdem Sie eingeloggt sind, klicken Sie bitte hier.

Wo finde ich die ergiebigsten genealogischen Dokumente?

Aus FamilySearch Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Standesamt: Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden seit 1876 landesweit und in manchen Gegenden schon vorher. Gesetzliche Datenschutzfristen beschränken Zugriff auf Geburtsurkunden älter als 110 Jahre, Heiratsurkunden älter als 80 Jahre, und Sterbeurkunden älter als 30 Jahre. Standesbücher für manche Regionen sind im Internet einsehbar. Die nicht öffentlichen Unterlagen eines Standesamts können nur vom Personal herausgesucht werden. Stellen Sie einen Antrag (siehe Anleitungen Standesämter) für eine gesuchte Person. Je genauere Daten Sie haben, desto weniger müssen Sie Suchzeit zahlen (15 bis 30 Euro pro Stunde + Gebühren für die Urkunde + Porto).

Kirchenbücher: Geburts-, Tauf- und Beerdigungsdaten stehen in Kirchenbüchern. Sie gehen zurück bis ins 16. Jahrhundert. In der Regel befinden sich Kirchenbücher bei der zuständigen Kirchenbehörde, beim Pfarrer, im Kirchenbüro oder im Archiv. Besonders sogenannte “Nebenkirchenbücher“ liegen in Staatsarchiven vor. Diese sind Zweitschriften der Kirchenbücher und können unterschiedliche Angaben beinhalten. Kirchenbücher enthalten oft auch Konfirmations- und Kommunikantenregister.

Familien- und Seelenregister: Zitat von Gen Wiki: „In Fällen, in denen die Kirchenbücher nicht mehr vorhanden sind, stellen sie in gewissem Umfang eine Ersatzüberlieferung dar. In evangelischen Gemeinden führten (z. B.in Oldenburg ab 1662, in Württemberg ab Mitte des 17. Jh.) die örtlichen Pastoren/Pfarrer sogenannte "Hausbesuche" durch. Diese Hausbesuche wurden protokolliert und dabei alle Bewohner aufgeschrieben, einschließlich Dienstpersonal. Dieses Protokoll der Hausvisitation wurde später Seelenregister oder auch Familienregister genannt.“

Ortsfamilienbücher: Es handelt sich hier um eine personengeschichtliche Sekundärquelle. Entnommen sind Namen und Daten aus Kirchenbüchern, aber auch andere Quellen geistlicher und weltlicher Herkunft werden mit einbezogen wie z.B. Ortsfamilienbücher einer benachbarten Gemeinde. Viele OFBs sind online gestellt, andere können beim Verfasser bestellt werden, andere wiederum befinden sich in Bibliotheken oder Archiven, besonders dann, wenn Quellen verwendet wurden, die in solchen Institutionen verwahrt werden.

Ortschroniken: Eine Ortschronik kann wertvolle Hinweise über die Familien eines Ortes geben. Ortschroniken sind in Staatsbibliotheken, bei geschichtlichen Vereinen und in Bürgermeisterämtern zu finden.

Militärkirchenbücher: Meist Geburten, Heiraten und Beerdigungen von Berufssoldaten, wenn es sich um Militärpersonen vor dem Ersten Weltkrieg handelt. Für beste Ergebnisse müssen Daten und Einheit bekannt sein. • WASt Berlin • Militärarchiv Freiburg • Stammrollen • Heuer, Carsten: Vom Söldner bis zum General. Auch das Militär hat Daten gesammelt, die für Familienforscher interessant sein können. Militärische Quellen, in: Ahnenforschung - Auf den Spuren der Vorfahren, Reichelsheim 2004; auch in: DGenAb, Nr. 18, 2005, S. 4ff.

Einwohnermeldeamt: Familien eines Ortes wurden nach Strasse, Hausnummer und nach Familiennamen geordnet. Die Karteikarten enthalten Einzugs-, Auszugs-, und Auswanderungsdaten, Ehepartner, Kinder, Eltern mit Geburtsdaten und –orten. Anfragen können beim Stadtarchiv oder Einwohnermeldeamt eingereicht werden.

Grabsteine und Friedhofsregister: Auskünfte erhalten Sie bei der zuständigen Friedhofsverwaltung oder bei den Ansprechpartnern der Webseite Friedhofsverwaltung.com.

Leichenpredigten: Die Gattung gehört zu den Personalschriften. Meist in Bibliotheken vorhanden. Sie wurden zu Beginn für prominente Männer erstellt, dann folgten Frauen und die übrige Bevölkerung, die es sich leisten konnte, Text drucken zu lassen. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es Toten-, Sterbezettel oder Bildchen, die als kurzgefasste Leichenpredigten dienten.

Volkszählungen: Volkszählungen der früheren Jahrhunderte befassen sich meist mit Steuererhebung, Kopfzahl von Mensch und Vieh. Spätere Erhebungen umfassen Familien, Knechte und Gesinde mit Geburtsdaten und –orten.


Mehr über weitere genealogische Quellen erfahren Sie im FamilySearch Wiki.

Quelle: Fritzsch, Klaus-Dieter: Leitfaden für Familienforschung. Übungsheft für Volkshochschulen. 2012