Du hast Tausende von Fotos und weißt nicht, was du damit tun sollst? Damit bist du nicht allein. Allein auf dem Smartphone hatte ich 38.000 Fotos, und dazu gehe ich gelegentlich Fotokisten durch, die meine Oma hinterlassen hat.
Wie ordnet man Tausende von Fotos? Das ist einfacher als du denkst! Wie isst man einen Elefanten? Stück für Stück. Schauen wir uns an, wie man in einfachen, überschaubaren Schritten Fotos ordnet.
Du wirst froh sein, dass du es gemacht hast. Was anfangs überwältigend scheinen mag, kann sehr befriedigend sein. Beim Ordnen der Fotos wirst du an Ereignisse, Menschen und Erlebnisse erinnert – dies ist eine beeindruckende Quelle der Nostalgie und des Zugehörigkeitsgefühls. Wenn du fertig bist, hast du eine Methode etabliert, die es dir später erleichtert, diese Erinnerungen in Zukunft zu finden und darauf zuzugreifen.
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Wie man digitale Fotos ordnet
Um deine Fotos zu ordnen, gehe am besten zunächst einmal diese leicht umsetzbaren Schritte durch. Konzentriere dich auf einen Schritt und denke nicht, dass du alles auf einmal erledigen musst. Wenn du dir kleine, machbare Aufgaben vornimmst, fällt es dir viel leichter, dein Ziel zu erreichen! Zudem gibt es unzählige Tools, die dich bei jedem Schritt unterstützen.
1. Schritt: Trage deine Fotos zusammen
Sammle zunächst einmal alle Fotos an einer Stelle. Wenn du deine Fotos zusammengesucht hast, ist es viel einfacher, sie zu ordnen. So vermeidest du später Extraschritte UND findest Fotos leichter, wenn du sie brauchst. Du weißt immer, wo sie zu finden sind, weil deine Fotos zusammen abgelegt sind.
Wenn es dir ähnlich geht wie mir, stecken allein in deinem Smartphone Tausende Fotos. Vergiss aber auch nicht die anderen Fotos, die womöglich verstreut herumliegen. Zum Beispiel: Ich nutze momentan ein iPhone, aber ich habe Fotos von alten Android-Handys auf meinem Google Drive.
Wie speichert man Tausende von Fotos? Du kannst all deine Fotos an einer Stelle speichern, wie etwa in iCloud oder anderen Cloud-Diensten, oder du kannst dir ein externes Laufwerk besorgen, um sie zu speichern. Mache dich schlau und schaue, welche Option die beste für dich ist.
2. Schritt: Entrümple deine Foto-Ordner
Wenn man jederzeit eine Kamera in der Hosentasche hat, ist es einfach, in einem Monat Hunderte von Fotos anzuhäufen. Seien wir mal ehrlich. Wir brauchen sie nicht wirklich alle. Auf meinem Smartphone habe ich häufig 10 Fotos von demselben Motiv, weil ich versucht habe, den perfekten Schnappschuss von meinen Kindern oder Haustieren zu machen. Wenn du deine Foto-Ordner entrümpelst, ist es leichter, sie zu sortieren und die gewünschten Fotos zu finden.
Unscharfe und doppelte Fotos können weg, aber es gibt noch mehr zu tun: Wenn ein Foto keine Erinnerung weckt, wenn du die Menschen oder den Ort nicht sofort wiedererkennst oder wenn du nicht mehr weißt, warum du das Foto gemacht hast, kannst du diese Fotos ebenfalls löschen. Und die endlosen Screenshots? Es ist Zeit, sie loszulassen.
Während du die Fotos durchgehst, markiere deine Favoriten (die meisten Smartphones und Speichergeräte besitzen eine entsprechende Markierungsfunktion). Diese Markierung hebt die Fotos hervor und kann sie automatisch in einen Favoritenordner für später einsortieren.
Auch wenn dich die schiere Anzahl an Fotos auf deinem Smartphone überwältigt: Es gibt Tricks zur schnelleren Sortierung. Bei den meisten Handys gibt es Einstellungsmöglichkeiten zur Schnelllöschung von Doppelfotos – und Apps und Websites können dir ebenfalls dabei helfen.
3. Schritt: Erstelle Fotoalben
Wie ordnet man Fotos sinnvoll? Es liegt in deinem Ermessen. Denk darüber nach, wie du in Zukunft nach bestimmten Fotos suchen wirst. Wirst du nach bestimmten Ereignissen, Personen oder Jahren suchen? Beginne mit den Kategorien, die dir am sinnvollsten erscheinen.
Erstelle Ordner, in die du die Fotos einsortieren kannst, und fange mit breit gefassten Kategorien an. Nachdem du die Fotos in handlichere Kategorien aufgeteilt hast, kannst du Unterkategorien hinzufügen, in die du die Fotos weiter aufteilst.
Über das Tool „Batchumbenennung“ für Windows-Benutzer kannst du alle Fotos mit dem Datum umbenennen, an dem sie gemacht wurden. Dann kannst du die Fotos anhand des Namens sortieren, wobei sie gleichzeitig anhand des Datums sortiert werden. Auch wenn du deine Fotos nach Personen oder Ereignissen kategorisierst, kann es den Prozess erleichtern, wenn du sie erst einmal anhand des Datums sortierst.
4. Schritt: Sortiere deine Fotos
Die Vorbereitungen hast du jetzt getroffen. Jetzt ist es an der Zeit, die Fotos zu sortieren! Beginne mit den Fotos, die du als Favoriten markiert hast. Das sind die Fotos, die etwas in dir ausgelöst haben und die du später einmal vermutlich suchst.
Wenn du mit dem Ordner fertig bist, lege eine Pause ein. Versuche nicht, alles auf einmal zu erledigen, vor allem, wenn du dich überfordert fühlst. Es kann befriedigend sein, alle Fotos durchzugehen, während du in Erinnerungen schwelgst und auf Momente vergangener Jahre zurückblickst, die du für erinnerungswürdig hieltest. Vielleicht entdeckst du sogar Fotos, die du längst vergessen hast.
Wenn du dich dabei ausbrennst, fühlt sich das Ganze eher wie eine Pflichtübung an, die nur noch schwer zu verrichten ist. Stecke dir realistische Ziele und lege zwischendurch Pausen ein. Probiere es, täglich Fotos aus einem Monat zu sortieren, bis du alle durch hast. Dann kannst du schauen, ob das Tempo passt. Wenn du das Gefühl hast, du kannst mehr: nur zu!
Du kannst auch technische Hilfsmittel nutzen, um die Fotos schneller zu sortieren. Egal ob am Handy oder Laptop: Die meisten Geräte können Fotos per Gesichtserkennung nach bestimmten Personen oder auch nach Ereignissen, Monaten oder Orten durchsuchen.
5. Schritt: Teile deine Fotos
Teile die Fotos, die dir am meisten bedeuten, in sozialen Medien oder mit Freunden oder Angehörigen. Du kannst Fotos und die dazugehörigen Geschichten im Bereich „Erinnerungen“ von FamilySearch anderen zugänglich machen oder anderen Zugang zu einem Cloud-Dienst gewähren.
Eine weitere Möglichkeit, deine wiederentdeckten Erinnerungen nochmal zu durchleben, besteht darin, Erinnerungsalben oder Fotoabzüge auszudrucken. Ein handfestes Foto kann positive Emotionen hervorrufen.
6. Schritt: Etabliere gute Gewohnheiten
Wenn du es geschafft hast, bleib dran! Stell dir eine monatliche Kalendererinnerung ein, und gehe deine neuen Fotos durch. Das verschafft dir Zeit, über deine jüngsten Erfahrungen nachzudenken, und fördert eine aufgeräumte und geordnete Fotogalerie. Dies hilft dir wiederum, deine Fotos und Lieblingserinnerungen einfacher aufzurufen. Wenn du fertig bist, sichere die Fotos in einem Cloud-Dienst oder auf einer externen Festplatte.
Wie man gedruckte Fotos ordnet
Vielleicht fällt dir auf, dass viele der Schritte, gedruckte Fotos zu ordnen, die gleichen wie bei der Sortierung digitaler Fotos sind. Der Prozess ist grundsätzlich gleich, nur das Medium ist ein anderes. Der größte Unterschied ist der benötigte Platz, um gedruckte Fotos zu ordnen.
Du kannst zwar nicht die gleichen Apps und Tools nutzen, aber Fotos mit der Hand zu sortieren kann befriedigend sein.
1. Schritt: Trage deine Fotos zusammen
Sammle alle losen Fotos, Negative, Dias, unentwickelte Filmrollen sowie Fotoalben an einer Stelle. Das nenne ich die Jagen-und-Sammeln-Phase. Suche einen vorübergehenden Arbeitsplatz zuhause aus und stelle einen Tisch oder Schreibtisch hin. Stelle zwei oder drei große Aufbewahrungskisten unter den Tisch und lege alles, was du findest, in die Kisten.
Fange bei der Suche noch nicht an, zu sortieren oder in Erinnerungen zu schwelgen! Wenn du das tust, wirst du nämlich schnell überfordert. Konzentriere dich auf eine einzige Aufgabe und halte deine Ziele klar und realistisch.
2. Schritt: Entwickle eine Methode
Wie ordnet man ausgedruckte Fotos am effizientesten? Überlege dir zunächst einmal, wie du die Fotos später finden möchtest, wenn du sie brauchst. Wirst du nach bestimmten Ereignissen, Personen oder Daten suchen? Wähle eine Methode aus, die dir am sinnvollsten erscheint.
Richte dann einen Platz zum Ordnen ein. Stelle Kisten hin, lege Aktenordner hin oder richte einen offenen Platz auf dem Boden ein und markiere sie jeweils mit Haftnotizen oder Karteikarten. Wenn es dir ähnlich geht wie mir, behalte einen Extraplatz für weitere Kategorien vor, auf die du beim Sortieren stößt. Vielleicht hast du Kategorien wie Geburt, Kleinkindalter, Kindheit, Hochzeiten, Einschulungstag, Urlaube, Feiertage, Landschaften, Schnee- oder Strandtage, Familientreffen und so weiter.
Wenn du viele Fotos hast, kann es hilfreich sein, mit breit gefassten Kategorien zu beginnen, die du später enger fassen kannst. So hast du handlichere Stapel zusammengehöriger Fotos, die du weiter sortieren kannst, wenn du dazu bereit bist. Zum Beispiel kann ein Stapel „Familienurlaub“ benannt werden und ein weiterer „Familie Jones“ – mit Unterkategorien zum späteren Weitersortieren, wie etwa Hochzeiten, Geburtstage, Schultage und so weiter.
3. Schritt: Richte einen Stapel zum Wegwerfen ein
Vergiss nicht die wichtigste Kategorie: Wegwerfen. Ich tue mich schwer damit, Dinge wegzuwerfen, geschweige denn Fotos, die aus sentimentalen Gründen wertvoll sein könnten. Aber nicht jedes Foto wird „Freude bereiten“, wie Marie Kondo sagt.
Lerne das „ABC“, das Fotosortierer nutzen, um dir das Loslassen zu erleichtern:
- A-Fotos sind wichtige Fotos, die du digitalisieren oder in ein Fotoalbum legen möchtest.
- B-Fotos sind die, die Familiengeschichten untermalen, aber nicht unbedingt zum A-Stapel gehören. Das sind Fotos, bei denen du dich nicht dazu durchringen kannst, sie wegzuwerfen. Sie bleiben in der Kiste.
- C-Fotos sind diejenigen, die du wegwerfen kannst. Entsorge die Dubletten, unscharfen Fotos und unnötigen Landschaftsfotos. Wie viele Bilder vom Sonnenuntergang brauchst du wirklich? Vergewissere dich, dass du große Mülltüten für alle C-Fotos hast, die du wegwirfst.
- D-Fotos sind die allerwichtigsten: Fotos, die eine Geschichte erzählen. Manchmal ist selbst ein laienhaft geschossenes Bild deiner lustig grinsenden Oma ein D-Foto, weil es ihre unverwechselbare Persönlichkeit zeigt.
4. Schritt: Beginne mit dem Ordnen
Du hast all deine Fotos zusammengesucht und einen Arbeitsplatz vorbereitet: Jetzt geht es los! Dies ist der schönste Teil. Beim Sortieren werden Familienerinnerungen und -geschichten wach.
Wenn dabei eine besonders liebe Erinnerung geweckt wird, schreibe sie auf einer Haftnotiz oder auf der Fotorückseite auf. Deine Erinnerungen und deine Perspektive verleihen den Fotos größere Bedeutung. Wenn du hiermit fertig bist, wirst du ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit verspüren.
Wenn dich die Anzahl der Fotos überfordert, siehe davon ab, alle auf einmal zu sortieren. Wende die Salamitaktik an. Bearbeite eine Kiste nach der anderen oder stelle einen Wecker und mache dann eine Pause. Wenn du versuchst, zu viel auf einmal abzuarbeiten, brennst du schnell aus und findest nicht die gleiche Freude daran.
Tipp: Ziehe Baumwoll- oder Plastikhandschuhe an, vor allem, wenn du alte Fotos sortierst. Die Hautfette in deinen Fingern können Fotos beschmutzen. Außerdem ist es nicht wirklich angenehm, staubige Fotos anzufassen.
5. Schritt: Erstelle digitale Kopien und teile sie
Nachdem du deine Fotos geordnet und die überschüssigen weggeworfen hast: Digitalisiere die übrigen, um die Erinnerungen zu bewahren. Gedruckte Fotos sind oft anfällig.
Sie können im Laufe der Zeit verblassen oder Schaden nehmen – oder sie könnten verlegt werden oder infolge einer Naturkatastrophe verlorengehen. Eine digitale Kopie stellt eine gute Sicherung dar und ermöglicht das Teilen mit anderen.
Nachdem du digitale Kopien erstellt hast, überlege dir, wie du sie mit anderen Familienmitgliedern oder Freunden teilen kannst, die sich darüber freuen würden. Über Websites oder Apps wie „Erinnerungen“ von FamilySearch kannst du Fotos und die dazugehörigen Geschichten speichern und mit anderen teilen. Du kannst auch eine gemeinsame Ablage erstellen oder einen Cloud-Dienst nutzen.
6. Schritt: Ordne deine Fotos regelmäßig
Nachdem du die erste Hürde genommen und deine Fotos geordnet hast, etabliere Gewohnheiten, um deine Fotos weiterhin zu ordnen. Es ist auch eine gute Zeit, zu überlegen, wie du gedruckte Kopien lagern, beschädigte Fotos restaurieren oder Schwarzweißfotos kolorieren möchtest.
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