Was du in dein Tagebuch schreiben kannst

Ein Mann überlegt, was er in sein Tagebuch schreiben soll

Du hast dich entschlossen, Tagebuch zu führen, fragst dich aber, worüber du schreiben sollst. Denn wie kannst du alles, woran du dich erinnern möchtest und woran deine Nachfahren sich erinnern sollen, auf so wenigen Seiten unterbringen?

Mach dir keine Gedanken darüber. Dein Tagebuch ist in erster Linie etwas, was du nach deinen Vorstellungen gestaltest. Es kann also so viele oder so wenige Angaben enthalten, wie du willst. Wenn du immer noch nicht weißt, wie du anfangen sollst, findest du hier ein paar Vorschläge.

Themen für Tagebucheinträge

Denke zunächst einmal an bekannte veröffentlichte Tagebücher, wie zum Beispiel Anne Frank: Das Tagebuch eines jungen Mädchens. Solche Beispiele können dir helfen, darüber nachzudenken, was du gerne festhalten möchtest.

Ein Mädchen überlegt, was es in sein Tagebuch schreiben soll

Du könntest auch überlegen, was du gerne über deine Vorfahren gewusst hättest. Fragst du dich, was sie über aktuelle Ereignisse dachten, mit wem sie Umgang pflegten oder was ihre Lieblingsunterhaltung oder -musik war? Selbst etwas so Einfaches wie ihr Lieblingsessen, das Wetter und die Preise für alltägliche Dinge kann für zukünftige Generationen interessant sein.

Halte die wichtigsten Ereignisse aus deinem Leben fest und schreibe über deine Familie, die Schule, deine Arbeit und so weiter. Solche Aufzeichnungen helfen dir dabei, dich an wichtige Daten zu erinnern. Außerdem werden dir deine Nachkommen danken, weil sie auf diese Weise mehr über ihre Familiengeschichte erfahren.

So gestaltest du dein Tagebuch persönlicher

Schreibe nicht nur die wichtigsten Ereignisse aus deinem Leben auf, sondern erzähle auch etwas aus deinem Alltag. Meine Großmutter väterlicherseits führte zum Beispiel über sechs Monate hinweg ein kurzes Tagebuch, in dem sie ihren Alltag in den 30er Jahren beschrieb. Einer meiner Lieblingseinträge in ihrem Tagebuch lautet: „Heute großer Waschtag! Ein schöner Tag. … Nach der Schule Blumen am Flussufer gepflückt.“ Leider starb meine Großmutter nur wenige Jahre später in sehr jungem Alter. Dieses Tagebuch gibt mir einen Einblick in ihre Persönlichkeit und ihr Leben, den ich sonst nie bekommen hätte.

Jemand notiert ein paar Gedanken in einem Tagebuch

Schreibe über deine Schwierigkeiten, Enttäuschungen, Sorgen und Erfolge. Dein Tagebuch immer wieder zu lesen, kann dir Trost und Zuversicht geben, wenn du Prüfungen durchmachst, und du kannst dich daran erinnern, wie du in der Vergangenheit Hürden überwunden hast.

Notiere aufbauende Gedanken und Zitate, die dich inspirieren, damit du sie dir einprägst und sie für andere aufbewahrst. Wenn du religiös bist, schreibe geistige Erlebnisse aus deinem Leben auf.

Erzähle von lustigen oder peinlichen Momenten und schreibe auf, was du gelernt hast und woran du gewachsen bist.

Wie man mit dem Tagebuchschreiben beginnt

Vielleicht fragst du dich: „Aber wie soll ich anfangen?“ Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Tagebuch zu führen, aber das Wichtigste ist, überhaupt damit anzufangen.

Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um Ereignisse zusammenzufassen, die sich zugetragen haben. Beschönige deine Erlebnisse nicht und mach dir keine Gedanken darüber, was andere denken könnten. Halte ein Gleichgewicht zwischen den schönen Erlebnissen und den schwierigen Erfahrungen.

Ein junges Mädchen schreibt in sein Tagebuch

Gestalte dein Tagebuch so, wie es dir richtig erscheint. Da es sich um deine Geschichte und dein Leben handelt, kannst du Angehörigen Teile davon erzählen. Sehr persönliche Einträge möchtest du hingegen vielleicht lieber für dich behalten. Wichtig ist, dass du deine Lebenserfahrungen aufschreibst und daraus lernst.

Du kannst deine Tagebücher einscannen und im Bereich „Erinnerungen“ auf FamilySearch hochladen, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Du kannst den Bereich aber auch direkt als Online-Tagebuch nutzen, um deine Gedanken festzuhalten.

Denk daran, was Anne Frank über das Tagebuchführen schrieb: „Mit Schreiben werde ich alles los. Mein Kummer verschwindet, mein Mut lebt wieder auf.“ (Anne Frank Tagebuch, Seite 238)

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