Einstieg in den Gemeindeplan für Tempel und Familiengeschichte

25 November 2019  - by 

Bei der Unterweisung für Führungsbeamte zum Thema Tempel und Familiengeschichte 2019 haben Elder David A. Bednar und Elder Dale G. Renlund vom Kollegium der Zwölf Apostel die Gemeinden aufgefordert, einen Plan für Tempel und Familiengeschichte zu erstellen. Ein einfacher Plan für Tempel und Familiengeschichte kann den Mitgliedern der Gemeinde helfen, persönlich beim Werk der Erlösung und bei der Sammlung Israels auf beiden Seiten des Schleiers mitzuwirken.

Nachstehend sind einige allgemeine Richtlinien aufgeführt, die den Führungsverantwortlichen beim Einstieg in den Plan helfen sollen. Diese Richtlinien können auch hilfreich sein, wenn die Führungsverantwortlichen ihren Plan im Laufe des Jahres neu anpassen.

Was ist ein Plan für Tempel und Familiengeschichte und wer stellt ihn auf?

Laut Handbuch 2: Die Kirche führen und verwalten hilft ein Gemeindeplan für Tempel und Familiengeschichte den Mitgliedern, eine Vision von der Tempelarbeit und der Familienforschung zu erhalten (Hinweis: alle Links zu Handbuch 2 führen zur englischen Version, da die deutsche Version noch nicht aktualisiert wurde) .

Unser Vater im Himmel möchte, dass wir alle einmal nach Hause kommen. Das ist das Ziel oder der Bestimmungsort. Der Gemeindeplan für Tempel und Familiengeschichte soll den Menschen helfen, den Weg der Bündnisse zurück zu ihrem himmlischen Zuhause einzuschlagen und dort mit ihren Lieben zusammen zu sein.

So könnten Sie sich beim Aufstellen Ihres Gemeindeplans beteiligen (siehe auch Abschnitt 5.4.3.2 von Handbuch 2):

  • Unter der Leitung des Bischofs arbeitet der Gemeinderat einen Gemeindeplan für Tempel und Familiengeschichte aus. Danach wird der Plan regelmäßig vom Gemeinderat durchgesehen und neu angepasst.
  • Der Leiter für Tempel und Familiengeschichte in der Gemeinde oder ein Mitglied der Ältestenkollegiumspräsidentschaft kann die Entwicklung und Umsetzung des Plans leiten.
  • Ein Mitglied der FHV-Leitung kann dabei helfen.

Die Berater für Tempel und Familiengeschichte sind in der Gemeinde bei der Umsetzung des Plans entscheidend. Bei Bedarf können auch verschiedene Führungsverantwortliche und Mitglieder der Gemeinde zur Ausarbeitung des Plans beitragen.

Wenn Sie derzeit ein Führungsamt innehaben, möchten Sie vielleicht beim Gemeinderat oder bei einer anderweitigen Besprechung Kopien Ihres Gemeindeplans griffbereit halten. Textnachrichten, E-Mails und Telefonate können bei Koordinierung und Umsetzung des Plans ebenfalls hilfreich sein.

Wie sieht ein Gemeindeplan für Tempel und Familiengeschichte aus?

Der Gemeindeplan für Tempel und Familiengeschichte soll kurz, einfach und konkret sein (siehe Handbuch 2, 5.4.3.2). Im Plan werden „konkrete Jahresziele für die Tempelarbeit und die Familienforschung [festgelegt], ohne aber Zahlenvorgaben zu machen oder systematisch über die Zahl der Tempelbesuche Bericht zu führen“. Im Rahmen des Plans erläutern die Führungsverantwortlichen auch, wie sie diese Ziele erreichen wollen.

Vielleicht hilft es den Führungsverantwortlichen, wenn sie den Rat von Elder M. Russell Ballard im Gedächtnis behalten. Er hat erklärt: „Ein Ziel [ist] ein Bestimmungsort oder ein Ende. … Ein Plan hingegen ist der Weg, auf dem man dorthin gelangt.“ („Zurückkehren und empfangen“, Frühjahrs-Generalkonferenz 2017.)

Die Führungsverantwortlichen können zunächst darüber nachdenken, was in der Gemeinde gebraucht wird. Was müssen die Mitglieder der Gemeinde tun, um auf dem Weg der Bündnisse voranzukommen? Wie können Tempelarbeit und Familienforschung dabei helfen, den Bedürfnissen der Mitglieder gerecht zu werden?

Bei seiner Unterweisung nannte Elder Renlund Beispiele dafür, was bei dem Plan berücksichtigt werden könnte:

  • die Zehn- und Elfjährigen in der Gemeinde bei der Tempelarbeit und Familienforschung einbeziehen
  • die Kinder und Jugendlichen dazu anhalten, sich im entsprechenden Alter für einen Tempelschein mit eingeschränkter Geltung bereitzumachen und ihn zu nutzen
  • jeden Neubekehrten bei der Tempelarbeit und Familienforschung einbeziehen
  • Neubekehrte ermuntern, einen Tempelschein mit eingeschränkter Geltung zu erhalten und zu nutzen
  • den Mitgliedern der Gemeinde helfen, die ersten vier Generationen ihrer Familie in den Familienstammbaum von FamilySearch einzugeben
  • einzelnen Mitgliedern bei der Vorbereitung auf den Tempel helfen (wie vom Bischof beauftragt)
  • zum Tempelbesuch ermuntern, ohne Zahlenvorgaben zu machen oder darüber systematisch Bericht zu führen
Junge Männer und Junge Damen beim Tempel

Bedenken Sie bei Ihrer Planung, welche Hilfen Ihrer Gemeinde zur Verfügung stehen, um die Gemeindeziele zu erreichen. Elder Renlund hat den Führungsverantwortlichen der Gemeinde gesagt: „Der effektive Einsatz der Gemeindeberater für Tempel und Familiengeschichte ist … entscheidend.“

Nicht belastend, nicht bürokratisch, nicht kompliziert

Elder Bednar merkte in seiner Podiumsdiskussion mit einem Lächeln an, dass wir in der Kirche oftmals „viel zu komplexe Programme“ schaffen. In Bezug auf den Gemeindeplan für Tempel und Familiengeschichte fragte er, ob es nicht möglich sei, einen einfachen Plan aufzustellen, „der nicht so belastend, bürokratisch und kompliziert ist, dass er zum Problem wird“. Überlegen Sie, was Sie tun können, damit der Plan einfach bleibt und keine Last darstellt.

Eine Formulierung, die Elder Bednar verwendet hat, war: „auf das Zuhause ausgerichtet, von der Kirche unterstützt“. Diese Formulierung kennen wir bereits! Wenn Sie einen Plan aufstellen, können Sie sich wie Elder Bednar fragen: „Wie unterstützen wir das, was im Zuhause geschehen soll, ohne es zu ersetzen oder dabei die Führung zu übernehmen?“

Eine Familie spricht miteinander über den Tempel

Wenn der Plan auf das Zuhause ausgerichtet ist und von der Kirche unterstützt wird, ist die Teilnahme an Tempelarbeit und Familienforschung noch stärker auf die Familie ausgerichtet. Das bringt die Familie zusammen, und es werden Gelegenheiten geschaffen, wo die Familienmitglieder gemeinsam den Heiligen Geist verspüren können.

Achtung, fertig, planen!

Wenn Sie in Ihren Bemühungen vom Heiligen Geist geführt werden und er Ihnen hilft, diese zu vergrößern, kann ein Gemeindeplan für Tempel und Familiengeschichte ganz hervorragend dazu beitragen, dass Menschen in den Genuss der Segnungen von Tempelarbeit und Familienforschung kommen.

Sollte Ihre Gemeinde keinen Plan für Tempel und Familiengeschichte haben, ist es noch nicht zu spät, um damit zu beginnen! Sprechen Sie mit Ihrem Bischof und lassen Sie sich von ihm Weisung geben. Lesen Sie in Handbuch 2 die einfache Anweisung zum Plan für Tempel und Familiengeschichte und zu damit einhergehenden Besprechungen. Sie können sich auch die Ausführungen von Elder Bednar und Elder Renlund zu diesen Themen ansehen oder durchlesen.

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