Fragen und Antworten rund um Partner von FamilySearch

17 März 2014  - by 

Am 4. Februar 2014 hat FamilySearch bekanntgegeben, dass eine Reihe Vereinbarungen mit Ancestry.com, findmypast und MyHeritage getroffen wurden. Ziel ist es, Familienforschern noch schneller genealogische Aufzeichnungen bereitzustellen, die kostenlos durchsucht werden können. Hierin spiegelt sich der Zweck wider, den FamilySearch erfüllt, nämlich so viele frei zugängliche, durchsuchbare genealogische Unterlagen wie möglich online zu stellen.

Weshalb die Vereinbarungen wichtig sind, wird am deutlichsten, wenn man das Tempo bedenkt, mit dem durchsuchbare Dokumente derzeit auf FamilySearch.org bereitgestellt werden. Ungeachtet dessen, wie hervorragend das Indexierungsprogramm von FamilySearch angenommen wird und wie unermüdlich sich Hunderttausende ehrenamtlich engagieren, wird es doch viele Generationen dauern, bis alle Unterlagen, die sich im Urkundengewölbe von FamilySearch befinden, indexiert und veröffentlicht worden sind. Diese Schätzung schließt die über 35 Millionen neuen Digitalaufnahmen von Dokumenten, die jeden Monat hinzukommen, nicht einmal ein, und diese Zahl steigt sogar noch weiter!

Die gewaltige Aufgabe, durchsuchbare Aufzeichnungen möglichst rasch zugänglich zu machen, kann die FamilySearch-Indexierung bestenfalls zu einem Teil stemmen. Da liegt es nicht fern, dass es weitere kreative Herangehensweisen braucht, um indexierte Dokumente zur Verfügung stellen zu können. Dazu gehört der Schulterschluss mit führenden kommerziellen Dienstleistern der Genealogiebranche wie Ancestry.com, Archives.com, findmypast, Fold3 und MyHeritage. FamilySearch und seine Partner stellen den Forschenden dank der Zusammenarbeit Milliarden Aufzeichnungen bereit, die bisher weder durchsucht werden konnten noch zugänglich waren – Dokumente, auf die man sonst noch jahrzehntelang hätte warten müssen.

Manch einer fragt sich, wie diese Zusammenarbeit funktionieren wird und was sie für die ehrenamtliche Tätigkeit bedeutet. Nachstehend finden Sie Antworten auf einige der am häufigsten gestellten Fragen.

Frage: Werden Aufzeichnungen, die ehrenamtliche Helfer von FamilySearch indexieren, weiterhin allen Forschenden kostenlos zugänglich sein?

Antwort: Ja. Die ehrenamtlichen Helfer von FamilySearch wissen, dass das, was sie indexieren und prüfen, anderen kostenlos zugänglich ist. Die Partnerverträge ändern nichts an dieser Praktik.

Frage: Ist die FamilySearch-Indexierung weiterhin ein brauchbares Mittel, um indexierte Aufzeichnungen anzufertigen?

Antwort: Ja. FamilySearch investiert sogar nicht unbeträchtlich in die Entwicklung einer neuen, internetbasierten Version des Indexierungsprogramms, wodurch das Erstellen indexierter Aufzeichnungen optimiert und das Indexieren an sich allen Beteiligten noch angenehmer gestaltet wird. Es werden ständig weitere Indexierer gebraucht, vor allem nicht Englischsprachige.

Frage: Was genau tragen die Partner dazu bei, dass indexierte Dokumente schneller zugänglich sind?

Antwort: Mithilfe unserer Partner können wir durchsuchbare Dokumente veröffentlichen, die ansonsten erst Jahrzehnte später indexiert würden. In den meisten Fällen digitalisiert und veröffentlicht FamilySearch die Aufnahmen, und der Partner beauftragt ein Unternehmen zu einem vereinbarten Preis mit der Indexierung von Dokumenten.

Frage: Werden die von den Partnern indexierten Dokumente frei zugänglich sein?

Antwort: Wenn der Partner einen Index erstellt, gesteht FamilySearch ihm einen Zeitraum zu, in dem der Index nur über die Internetseite des Partners zugänglich ist. Auf diese Weise kann der Partner die Kosten, die für die Erstellung des Indexes entstanden sind, decken. Falls FamilySearch die Bildrechte seitens des Archivs erhalten hat, wo die Originalaufzeichnungen verwahrt sind, können die Aufnahmen nach wie vor von jedermann auf der FamilySearch-Website eingesehen werden. Nach der erwähnten Beschränkung veröffentlicht FamilySearch dann auch den Index auf seiner Seite.

Frage: Wie kann man bereits vor Ablauf des Zeitraums, in dem der Zugriff beschränkt ist, Zugang zu den Dokumenten erhalten, die von einem Partner indexiert wurden?

Antwort: Zur vertraglichen Vereinbarung mit unseren Partnern gehört, dass Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage schon bald vollumfänglichen Zugriff auf die Dokumentensammlungen haben, die auf den Partner-Websites veröffentlicht werden. Wir stellen klar heraus, dass jedes Mitglied solche Aufnahmen unter nahezu allen Gegebenheiten gebührenfrei einsehen kann. Dieselben Seiten sind allen Besuchern der Family History Library in Salt Lake City und der weltweit über 4.700 Center für Familiengeschichte kostenlos zugänglich. Man kann natürlich auch vorzeitig auf Aufzeichnungen zugreifen, wenn man vom Partner angebotene Dienstleistungen abonniert.

Frage: Ist dies ehrenamtlich Mitwirkenden, die der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage nicht angehören, gegenüber fair?

Antwort: Diese Vereinbarungen berühren den Status aller ehrenamtlichen Helfer, die der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage nicht angehören, in keinster Weise. Sämtliche Aufzeichnungen, die von FamilySearch mithilfe der Allgemeinheit indexiert werden, sind und bleiben kostenlos auf FamilySearch.org zugänglich.

Darüber hinaus wird FamilySearch ja durch Spenden der Mitglieder der Kirche unterstützt. Diese Spenden sowie die Mühe, die Tausende Missionare unentgeltlich auf sich nehmen, ermöglichen es FamilySearch schon seit über hundert Jahren, Dokumente zusammenzutragen und diese der Allgemeinheit kostenlos auf FamilySearch.org, in der Family History Library und in den weltweit über 4.700 Centern für Familiengeschichte zur Verfügung zu stellen. Es ist ein gewaltiges und kostenträchtiges Unterfangen, das seinesgleichen sucht. Natürlich verdienen auch Nichtmitglieder unseren Dank, dass sie dazu beitragen, dass diese Arbeit voranschreiten kann und Millionen von Menschen ihre Vorfahren ausfindig machen können.

Frage: Ich bin ehrenamtlich tätig. Wird meine Arbeit an Firmen verkauft, sodass diese Gewinn damit erzielen können?

Antwort: FamilySearch würdigt das Opfer, das die ehrenamtlichen Helfer bringen, indem das, was unentgeltlich beigetragen wird, auch unentgeltlich weitergegeben wird. Was Sie mit viel Zeit und Mühe beisteuern, wird auf FamilySearch.org stets kostenlos zugänglich sein. Unter manchen Umständen hält FamilySearch es möglicherweise für ratsam, einem Geschäftspartner Aufzeichnungen für dessen Website anzubieten, die von ehrenamtlichen Helfern aufbereitet wurden. Im Gegenzug werden dann aber andere Aufzeichnungen, über die der Geschäftspartner verfügt, kostenlos auf FamilySearch.org zugänglich gemacht. In diesem Fall verdoppelt sich der Wert Ihrer Arbeit, denn es können ja noch mehr Dokumente von jedermann kostenlos durchsucht werden.

Frage: Wird FamilySearch weiterhin Partnerschaften mit kommerziellen Anbietern eingehen?

Antwort: Ja. Eine solche Zusammenarbeit ist eine von vielen Möglichkeiten, wie wir genealogische Unterlagen schneller bereitstellen und der Welt zugänglich machen können. Solange wir eine Situation schaffen können, von der ein jeder in der großen Forschungsgemeinde profitiert, werden wir solche Unternehmen weiterhin ermuntern, sich mit uns zusammenzutun, nicht bloß, um Dokumente auszutauschen, sondern auch um die nächste Generation von Hilfsmitteln, mit denen man Aufzeichnungen durchsuchen, ordnen und präsentieren kann, auszugestalten oder neu zu entwickeln.

Wir hoffen, dass wir weiterhin Wege finden, kommerziellen Anbietern bei ihrem Erfolg zu helfen. Auf diese Weise kann viel Innovatives geschaffen werden, das die Familienforschung zu der aufregenden Beschäftigung gemacht hat, die sie heute ist.

 

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